Dansk Landbrugsmuseum, Gl. Estrup

Was passiert eigentlich in der Landwirtschaft? Und wie wurde vor 100 Jahren auf dem Land gewirtschaftet? Und vor 1000 Jahren? Fragen, zu denen das Dänische Landwirtschaftsmuseum ausführlich Stellung nimmt.

In Ausstellungen und in offenen Magazinen mit Traktoren und Landwirtschaftsmaschinen unterschiedlichster Art werden mehr als 6.000 Jahre interessante Geschichte als Teil einer Kultur lebendig. Im Landwirtschaftsbotanischen Garten werden Gemüsesorten, Gewürzkräuter, Beerensträucher und Blumen, die seit 200 Jahren typisch sind für dänische Gemüsegärten, vorgestellt, und in der Apfelplantage kann man 230 alte dänische Apfelsorten kennenlernen und sich im neu angelegten Hopfengarten umsehen. Auf den Feldern und in den Ställen am Center für das lebendige Kulturerbe (Center for den levende Kulturarv) treffen Besucher auf die alten dänischen Haustierrassen – Kühe, Schafe, Ziegen und Hühner.

Besonders wichtig für Kinder: Auf dem Spielplatz können sie den Tieren ganz nah kommen, sie berühren, streicheln, ihre Eigenheiten kennenlernen.
Die dänische Landwirtschaft hat sich im Laufe von gut hundert Jahren wesentlich verändert und dabei eine industrielle Richtung eingeschlagen, sowohl auf den Feldern als auch in den Ställen und bei der Nahrungsmittelproduktion. Die Industrialisierung der Landwirtschaft hat den Dänen zu Wohlstand verholfen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass sie direkten Einfluss auf Alltag und Ernährung der Menschen im ganzen Land nimmt.

Aus diesem Grund stand  das Thema Industrialisierung der Landwirtschaft 2007 im Mittelpunkt, und es gab  erstmals eine Sonderausstellung über Imbissbuden und Fast Food-Kultur. Außerdem wurde eine neue Dauerausstellung zur Kulturgeschichte des Schlachthofgewerbes eröffnet.

Im Sommerhalbjahr wird in der alten Schmiede täglich gearbeitet, und im Museum sitzen Kunsthandwerker und Weber jeden Tag an ihren Webstühlen, so dass Besucher sich ein genaues Bild von ihrem Handwerk machen können.