Det Nationalhistoriske Museum Frederiksborg Slot

Schloss Frederiksborg: Das schönste Renaissance-Schloss des Landes liegt auf drei kleine Inseln im gleichnamigen See verteilt. Das dreiflüglige Hauptgebäude ist mit Kupferdächern gedeckt sowie mit rotem Klinker und hellem Sandstein errichtet. Christian der IV. hatte Vorgängerbauten abreißen und stattdessen vom holländischen Baumeister Hans van Steenwinkel zwischen 1602 und 1620 ein imposantes Schloss errichten lassen.

Vom ursprünglichen Bau blieben nur die beiden vorderen Rundtürme erhalten. Die Krönungszeremonien der dänischen Könige wurden hier bis Anfang des 18. Jahrhunderts abgehalten. 1720 bot es die imponsante Kulisse für die Unterzeichnung des Friedensvertrages zwischen Schweden und Dänemark. Nach dem Brand von 1859 wurde Frederiksborg als Nationalhistorisches Museum wieder aufgebaut und zog 1884 in die Räumlichkeiten des Schlosses.
In über 40 Sälen werden mehrere tausend geschichtliche und kulturelle Exponate präsentiert. Der Rittersaal mit seiner großartigen Kassettendecke und der feierlich prächtigen Schlosskirche wird vom Königshaus als Trauungsstätte genutzt. Neben Schlachtengemälden, Karten und Waffensammlungen ist eine Porträtgalerie bedeutender Dänen zusammengetragen.

Im Schloss, das von einem niedrigeren Terrassenbau nach Süden und zur benachbarten Insel durch einen Vorhof mit nachgebautem Neptunbrunnen begrenzt wird, sind Rittersaal und Schlosskirche die bedeutendsten architektonischen Sehenswürdigkeiten. Vergoldete Pfeiler tragen das gotische Langhaus der Kirche, vom fein geschnitzten Gestühl schaut man auf eine Ebenholz-Kanzel und ein Taufbecken aus Silber. Die Orgel stammt aus der Werkstatt von Esaias Compenius von 1610 und wird noch immer genutzt. Die Delfter Wandteppiche aus dem Rittersaal fielen leider Bränden zum Opfer, aber die beeindruckende Eichenholz-Kassettendecke ist sorgfältig rekonstruiert worden. Ein besonderes Schmuckstück der Gartenbaukunst kann im neu angelegten, barocken Schlosspark besichtigt werden, der sich nördlich des Schlosses seit 1996 wieder wie zu Zeiten König Frederiks IV. präsentiert, der ihn im frühen 18. Jh. anlegen ließ.