Fregatten Jylland

Die Fregatte Jylland (zu Deutsch: Jütland) ist ein historisches Holzschiff von 71 Metern Länge. Die Breite beträgt 13 Meter. Es schaffte eine Verdrängungsleistung von 2.456 Tonnen; der Großmast hängt in einer luftigen Höhe von 53 Metern, und die Besatzung umfasste 430 Mann. Die Jylland kann in Ebeltoft (in der Nähe von Århus) in einem Trockendock des Museumshafens bewundert werden. Das Schiff ist das letzte der dänischen Marine, das noch aus Eichenholz gebaut wurde und außerdem mit ursprünglich 44 Vorderladerkanonen bewaffnet war.

Die Fregatte besteht aus drei vollständig rahgetakelten Masten. Seinerzeit ist sie mit einer zusätzlichen Dampfmaschine ausgestattet worden, die es jedoch heute nicht mehr gibt und die dem Schiff damals auch einen windunabhängigen Einsatz sicherte, was besonders in Kriegszeiten wichtig war.
Kurz nach ihrem Stapellauf galt die Jylland technologisch bereits als veraltet, da man zu dieser Zeit dazu überging, Kriegsschiffe aus Eisen zu fertigen beziehungsweise mit einer Panzerung zu versehen. Außerdem wurde die Vorderladerkanone durch die Hinterladerkanone abgelöst.

Gebaut wurde die Jylland von 1856 bis 1860 auf der Marinebasis Holmen in Kopenhagen. Sie war beim Seegefecht vor Helgoland am 9. Mai 1864 aktiv dabei. Von 1874 bis 1887 wurde sie vom Dänischen König genutzt. Als Exerzierschiff und Unterkunft diente sie ab 1892. 1908 wurde sie aus dem aktiven Dienst entfernt und sollte eigentlich abgewrackt werden. Verschiedene Rückkäufe verhinderten das. Schließlich sorgten die Anstrengungen eines Vereins dafür, dass die Jylland gerettet und umfassend renoviert wurde, um nun als Besichtigungsschiff zu dienen.