Geheimtipps in Kopenhagen

Das verkehrstechnische Herz Kopenhagens ist Ausgangspunkt eines Rundgangs durch die Stadt: der Hauptbahnhof. Hier kommen die Fernzüge aus allen Teilen Europas an, die Inter- bzw. Europcity aus West-, Süd und Osteuropa, aber natürlich auch die Züge aus Schweden und die innerdänischen aus Fünen und Jütland sowieso. Der Bahnhof und seine Gleisanlagen bilden so etwas wie eine natürliche Grenze innerhalb Kopenhagens: Im Nordosten liegen das schöne, alte Kopenhagen und die Innenstadt. Direkt hinter dem Bahnhof beginnt das vom sozialen Brennpunkt zum In-Viertel mutierte Vesterbro, ein altes Arbeiterviertel, in dem trotz Stadterneuerung weiterhin viele Sozialschwache leben.

Verändert hat sich auch der imposante Hauptbahnhof. Nachdem im Jahr 1994 die gesamte Innenhalle unter dem mächtigen, von Holzbögen getragenen Dach renoviert wurde, erstrahlen Geschäfte und Restaurants in neuem Glanz. Wie immer bei solchen Renovierungen ging aber auch hier ein bisschen vom alten Charme verloren - und nicht alle konnten sich den neuen chromglänzenden Zeiten anpassen. Ende 1998 wurde er für die Zukunft hergerichtet: Jetzt kann man von hier direkt per Bahn zum Flughafen Kastrup fahren, zudem fahren von hier die Züge über die Öresundbrücke hinüber nach Schweden.

Durch den Haupteingang geht es hinaus auf die Bernstoffsgade, nach links und vorbei an der Touristeninformation. Rechts um die Ecke (neben dem Hard Rock Café) liegt eine der Pforten zum bekanntesten Vergnügungspark Kopenhagens, dem Tivoli. Der "abenteuerliche" Garten öffnete schon 1843 seine Tore, konnte also 1993 sein 150. Jubiläum feiern - und das tat er ausgiebig. In dieser Saison kamen noch mehr Besucher als sonst; die Gesamtzahl der Gäste liegt bei rund 300 Millionen! Wenn der Park im April öffnet, beginnt der Frühling. Traditionell gehört ein Besuch im Tivoli für die Kopenhagener mindestens einmal im Jahr dazu; die Eröffnung wird gefeiert wie etwas Außergewöhnliches. Und das ist es auch. Ein Hotel in Kopenhagen ist um diese Zeit sehr begehrt.