GeoCenter Møns Klint

Das GeoCenter Klint liegt auf dem Kreidefelsen Møns (Borre). Seine Ausstellung beinhaltet eine geologische Zeitreise von der Kreidezeit bis in die Gegenwart. Die Wissensvermittlung erfolgt in drei Hauptzweigen und wird allen Altersgruppen gerecht.

Der erste und grundlegendste Zweig nennt sich Pfad der Weisheit: 70 Millionen Jahre Erdgeschichte werden lebendig, Szenen aus uralter Zeit können nachempfunden werden – Mosasaurier, die auf Tintenfischjagd gehen, die Bewegung der Kontinentalplatten, Dänemarks Entstehen, die Geburt des Kreidefelsens Møn.
Die Fenster – so werden die Räume der Ausstellung genannt, in denen geologische Spuren der Entwicklungsgeschichte präsentiert werden, die in der Landschaft nachweisbar sind, so zum Beispiel Feuerstein und Fossilien. Der dritte Bereich heißt Künstlerhöhlen. Prominente Künstler geben ihre Eindrücke und Einsichten zu den verschiedenen geologischen Zeiträumen auf ihre ganz individuelle Weise wieder.

Vor 70 Millionen Jahren befand sich an der Stelle des heutigen Dänemarks das Meer. Das Wasser war angenehm warm und bot Lebensraum für viele verschiedene Tiere und mikroskopische Algen. Die Schalen der Algen bestanden aus Kalk, der sich viele Jahre hindurch als eine dichte Kreideschicht am Meeresboden ablagerte. In den folgenden Jahrtausenden starben die Dinosaurier aus, die Kontinente erhoben sich, erodierten wieder, auch der alte Meeresboden erhob sich, wodurch die Kreide bloß gelegt wurde. Während der letzten Eiszeit über Dänemark wurden gewaltige Schichten des Kreideseebodens weggeschoben. Die einzelnen Bruchstücke wurden gefaltet, geschoben, umgestülpt, und auf diese Art und Weise entstand Høje Møn. Während der letzten 4000 Jahre hat sich das Meer in die mønsche Ostküste eingefressen und die heutigen Steilhänge gebildet. Durchschnittlich gehen Jahr für Jahr 20 bis 40 Zentimeter der Steilküste verloren, so dass rein rechnerisch in ca. 10.000 Jahren Høje Møn wieder im Meer verschwunden sein wird.