Geografie und Klima in Dänemark

Das Königreich Dänemark zeichnet sich durch seine Brückenlage zwischen Mitteleuropa und Skandinavien aus. Im Süden findet man seine einzige Landgrenze zum deutschen Schleswig-Holstein. Ansonsten ist Dänemark von Wasser umgeben: im Westen von der Nordsee, im Nordwesten vom Skagerrak, im Nordosten vom Kattegat und im Osten von der Ostsee.

 

Dänemark ist etwa 43.000 km² groß. Sein Staatsgebiet verteilt sich auf die Halbinsel Jütland und 474 Inseln, von denen 100 bewohnt sind. Zu den bekanntesten Inseln zählen Seeland, Fünen, Lolland, Falster und Bornholm. Etwa ein Drittel der Gesamtfläche Dänemarks entfällt auf seine Inseln. Seeland, in dessen östlichem Teil die Hauptstadt Kopenhagen liegt, wird durch den Großen Belt von der Insel Fünen getrennt. Fünen und Jütland trennt der kleine Belt. Die dritte Meeresstraße, der Öresund, liegt zwischen Seeland und der Südspitze Schwedens. Zu Dänemark gehören darüber hinaus die selbstverwaltenden Reichsteile Faröer und Grönland.

 

Aufgrund der vielen Inseln und einer sehr zerklüfteten Küstenlinie verfügt das relativ kleine Königreich über eine Küstenlinie von 7314 km. Neben den weitläufigen Sandstränden und den Steilküsten laden auch mehr als 590 Seen zur Erholung ein. Der Arresø liegt östlich von Frederiksværk (auf Seeland) und ist mit etwa 40 km² Fläche der größte See Dänemarks. Der Stadil Fjord ist mit 19 km² der zweitgrößte See und befindet sich auf Jütland (also dem Festland). Den drittgrößten See, den etwa 17 km² großen Hillerød, findet man wie auch den Arresø auf Seeland.

Kaum einer von Dänemarks Flüssen folgt noch seinem natürlichen Lauf. Der mit 160 km längste Fluss, der Gudenå, entstand während der letzten Eiszeit. Im Zeitraum von 1864 bis 1920 bildete der Kongeå die Grenze zwischen Dänemark und dem Deutschen Reich.

 

Geografisch gesehen ist Dänemark mit Ausnahme der Insel Bornholm die Fortsetzung der Norddeutschen Tiefebene. Im Südwesten findet sich wie an der deutschen Nordseeküste auch eher Watten- und Marschküste. Daran schließt sich eine Ausgleichsküste mit dünnbesetzten Nehrungen und Moränenkliffs an, die sich bis in den Norden weiterzieht. Der Westen Jütlands, wie Festland-Dänemark auch genannt wird, unterscheidet sich prinzipiell relativ stark vom Osten. Er ist sehr flach und verfügt über eher ertragsarme Sanderflächen. Die Ostküste Jütlands ist geprägt von der Fördenküste Schleswig-Holsteins. Ihre Naturhäfen finden sich auch noch im Norden der Halbinsel. Aufgrund des Verlaufs der Eiszeiten findet sich in Ostjütland Grundmoränen- und Geschiebematerial, also sehr viel unterschiedliches Gestein und unterschiedliche Böden. Der Osten ist sehr hügelig. Hier findet man auch die höchste Erhebung Dänemarks den 170,86 m hohen Møllehøj.

 

Der Großteil Dänemarks verfügt über ein gemäßigtes See- und Küstenklima. Das bedeutet: eher kühle bis mäßig warme Sommer, dafür aber auch relativ milde Winter. Trotz der Lage an zwei Meeren ist die durchschnittliche Niederschlagsmenge relativ gering. Im Sommer liegen die Tagestemperaturen durchschnittlich zwischen 18 und 25°C. Damit nie zu heiß oder zu kühl und so ideal für einen Sommerurlaub mit der ganzen Familie oder einen Wochenendtrip, um Sonne, Meer und Dänemarks Sehenswürdigkeiten zu genießen. Dänische Winter zeichnen sich vor allem durch viel Regen und Frost aus. Dänemark profitiert dabei jedoch vom Ableger des Golfstroms, dem Nordatlantikstrom. Dank seines Einflusses liegen die Durchschnittstemperaturen im Winter meist um den Gefrierpunkt. Klimatisch unterscheidet sich Grönland vom Rest Dänemarks. Hier herrscht arktisches Klima mit sehr kurzen, kühlen Sommern und sehr langen, extrem kalten Winterperioden.

 

Siehe auch die genaue Landkarte von Dänemark.

 

Strandurlaub