Hjerl Hedes Frilandsmuseum

In diesem Dorf-Museum wird die Entwicklung des dänischen Dorfes von ungefähr 1500 bis zum Jahre 1900 lebendig: Das historische Geschehen in Schmiede, Wirtshaus, Mühlen, Schule, Pfarrhaus, Molkerei, Kaufladen, Bauernhöfe und vielem mehr spiegelt Dorfgeschichte lebendig wieder.

Hjerl Hede liegt im Amt Ringkøbing, genau in dem Dreieck, das durch die Städte Skive, Struer und Holstebro gebildet wird. Seitdem es 1932 als Museum in Betrieb genommen wurde, ist es beständig ausgebaut und auf den neuesten Stand gebracht worden. Im Freilichtmuseum kann man sich davon überzeugen, wie die Anfänge aussahen.
Auf Hjerl Hede werden Besucher dem Meister in seiner Werkstatt begegnen und Zeuge ihrer handwerklichen Kunstfertigkeit sein. Es können eine Stellmacherei/ Radmacherei, eine Böttcherei, eine Seilerei, eine Schuhmacherei, eine Drechslerei und eine Schmiede besichtigt werden. Wer Interesse hat zu erleben, wie der Zimmermann das Holz mit einem Beil behaut oder Bretter mit einer Handsäge bearbeitet, ist im Hjierl Hedes am richtigen Ort. Das Museum hat es sich auch zur Aufgabe gemacht, vom Aussterben bedrohte Berufe zu erhalten und darin auszubilden.

Im Steinzeitmuseumsdorf am Vadsø hat man bereits 1989 damit begonnen, zwei Steinzeithäuser nach den Ausgrabungen von Oberkustos Poul Otto Nielsen auf Bornholm zu rekonstruieren. Dort hatte man drei fast identische Häuser aus der Zeit der späten Trichterbecherkultur freigelegt. In der Siedlung kann man dem Feuersteinschmied über die Schulter schauen und beobachten, wie er Beile, Pfeilspitzen und Dolche fertigt. Im Sommer ist die Siedlung bewohnt. Es wird Essen ganz nach Steinzeitmanier zubereitet, Getreide wird zu Mehl gemahlen und Felle werden gegerbt und zu Kleidung verarbeitet.