HORESTA

Der dänische Hoteliers- und Restaurantbetreiber-Verband „Horesta“ (Hotel-, Restaurant- & Turiserhvervet) aus Kopenhagen nimmt eine Klassifizierung touristischer Einrichtungen vor, um Reisenden eine Orientierung im vorhandenen Leistungsangebot zu ermöglichen.

Mit Klassifizierungssystemen sollen Hoteliers zu einer sachlichen Darstellung ihres Angebots veranlasst werden. Das ist jedoch alles andere als einfach umzusetzen, da es keine einheitlichen Systeme gibt, die einen Vergleich erleichtern. Eine erste Klassifizierung ihrer Hotels führten 1979 die Schweizer ein. Es umfasste eine Selbstdeklaration durch den Hotelier, die später durch eine Kommission überprüft wurde. Dieses Modell der Schweizer übernahmen andere Länder, darunter Deutschland, Österreich, verschiedene Provinzen Norditaliens, Trinidad und Tobago.
Doch ein einheitliches System konnte sich auch bis heute nicht einmal in Europa durchsetzen, da es innerhalb der einzelnen Länder zu große (z. B. klimatische) Unterschiede bzw. nationale Eigenheiten gibt. Der europäische Dachverband HOTREC (Hotels, Restaurants und Cafes in Europa), der 36 Verbände aus 22 Ländern umfasst, bemüht sich dennoch, die einzelnen Systeme aneinander anzupassen. So ist für jedes Land die 1 bis 5-Sterne Regelung vorgesehen, ein Beschwerdemanagement soll geschaffen und feste Inspektionsintervalle müssen eingehalten werden.

In Dänemark erfasst die offizielle Klassifizierung von etwa 500 Hotels und so genannten "Kros" diejenigen, die im Horesta-Verband Mitglied sind. Gleiche Kriterien gelten für Ferienzentren. Ein Hotelcheck erfolgt mindestens einmal im Jahr.

So soll ein 3-Sterne-Hotel seinen Gästen einen Zugang zu einem PC in der Rezeption ermöglichen. Bei 4 Sternen muss die Hälfte der Zimmer über einen Internetzugang verfügen. Die einzelnen Kriterien sind unter www.visitdenmark.com nachzulesen.

Für Dänemark sind übrigens zwei Inspekteure zuständig: Einer überprüft Jütland, Fünen und Grönland, während der andere sich um  das restliche Land und die Färöer-Inseln kümmert.