Nordsøen Oceanarium

Das Nordsee Ozeanarium in Hirtshals wurde 1998 in Betrieb genommen. Nach einem Brand im Dezember 2003 war es völlig zerstört und konnte erst im Juli 2005 wieder eröffnet werden. Es ist speziell für die schwarmbildenden, pelagisch (unabhängig vom Meeresboden) lebenden Fische entworfen worden, die sehr viel Platz benötigen, um ihr natürliches Verhalten zu zeigen. Platz, den traditionelle Aquarien nicht zur Verfügung stellen können. Das Nordsee Ozeanarium stellt das größte Aquariumbecken Nordeuropas und beinhaltet 4,5 Millionen Liter Meerwasser auf einer Grundfläche von 22 m x 33 m bei einer Tiefe von 8 m. Gerade die Tiefe ist von entscheidender Bedeutung – so können die einzelnen Schwärme sich nach Arten trennen, wie sie es in freier Natur auch tun würden.

Makrelen, Stachelmakrelen und Hornhechte werden täglich von Tauchern gefüttert, was Besucher aus der Nähe beobachten können. In Ausstellungen wird interessant und lehrreich über das Leben in der Nordsee berichtet, und das Nordseelabor lässt intensive Beobachtungen zu.

Pelagische Fischarten spielen in der Nordsee eine herausragende Rolle. Im zentralen Becken werden besonders große Exemplare einiger Fischarten vorgestellt, unter anderem Kabeljau, Pollack, Steinbutt und Seebarsch, die auch in den Biotopaquarien vorzufinden sind.

Die Becken für die einzelnen Biotope enthalten zwischen vier- und sechzehntausend Liter Wasser und stellen einzelne charakteristische Nordsee-Biotope vor: Sand- und Schlammböden sowie Fische und andere Lebewesen, die in den betreffenden Lebensräumen zu Hause sind. Die Umgebung wird dabei so naturgetreu wie möglich nachempfunden.

Im Freiluft-Robbengehege, dem Robbarium, können Besucher den Seehund und die Kegelrobbe, die in dänischen Gewässern häufig vorkommen, aus nächster Nähe beobachten. Das Seehundbecken umfasst 800.000 Liter Meerwasser und wird ständig mit frischem Wasser versorgt.