Skagens Museum

1908 wurde das Skagens Museum mit der Absicht gegründet, Werke berühmter Künstler in dem Umfeld zu bewahren, in dem sie geschaffen wurden. Seit 1928 befindet es sich in einem vom Architekten Ulrik Plesner entworfenen Gebäude, zu dem auch ein Gartenhaus gehört, in dem seinerzeit Künstler wohnten und arbeiteten und sich zur Künstlerkolonie zusammen schlossen. In einem ehemaligen Getreidemagazin auf dem Grundstück richtete sich Peder Severin Krøyer sein erstes Atelier in Skagen ein. 1982 und 1989 fanden Erweiterungsarbeiten statt.
Heute beherbergt das Skagens Museum über 1800 Gemälde, Zeichnungen, grafische Arbeiten, Skulpturen und Keramiken, hauptsächlich aus der Zeit von 1870 bis 1930.

In der Zeit von 1870 bis zur Jahrhundertwende entwickelte sich Skagen zum Treffpunkt internationaler junger Künstler und in der Folge zu einer Künstlerkolonie, die weit über ihre Grenzen hinaus bekannt werden sollte. Bereits zu  Lebzeiten errangen die Skagensmaler Weltruhm auf ausländischen Ausstellungen. Zu den hervorragendsten zählen die dänischen Maler Anna und Michael Ancher sowie Peder Severin Krøyer, aber auch Holger Drachmann (Dichter und Maler), Viggo Johansen, Carl Locher, Laurits Tuxen sowie Christian Krohg und Oscar Björck aus anderen nordischen Ländern. Alle Künstler waren von Skagen und dem speziellen Licht der Gegend fasziniert. Ihre Motive fanden die Maler unter den Fischern sowie in freier Natur.

Nun feiert Dänemarks nördlichstes Kunstmuseum seinen 100. Geburtstag und präsentiert aus diesem festlichen Anlass rund 400 Werke der Skagensmaler. Die Jubiläumsausstellung ist als Salonausstellung konzipiert. Die Gemälde hängen dicht nebeneinander und füllen wie in den Salons um die vorletzte Jahrhundertwende in dieser Weise ganze Wände. Dabei wird jedoch eine chronologische Abfolge berücksichtigt, um die Entwicklung von Motiven, Künstlern und Arbeitsweisen vergleichbar zu machen.