Statens Museum for Kunst

Das Staatliche Kunstmuseum Kopenhagen befindet sich im Zentrum der Hauptstadt. Es ist das umfangreichste und wichtigste Museum für Bildende Kunst in Dänemark.

Nach einem umfangreichen zweijährigen Um- und Anbau (1996 bis 1998) bietet es nun auf drei Etagen viel Platz für knapp 30.000 Werke, ausgehend vom 13. Jahrhundert bis in die Gegenwart: unter anderem können Kunstwerke von Rubens und Rembrandt, Henri Matisse, Edvard Munch, Emil Nolde, Tizian und Mantegna, Albert Gottschalk, Asger Jorn und Per Kirkeby, Cornelis Gijsbrechts, Eckersberg und Christen Købke bewundert sowie auch ungewöhnliche und zur Diskussion anregende Exponate aus dem 20. Jahrhundert bestaunt werden: in Netze eingewickelte Schaumstoffreste, ein alter Straßenbesen ohne Stil neben zusammengeschweißtem Eisenschrott, fein säuberlich aufeinander gestapelte Glasplatten, Kies, der in gleich großen Haufen im Raum verteilt ist. Außerdem ist mit beeindruckendem Feingefühl für moderne Museumspädagogik ein selbständiger Bereich für Kinder geschaffen worden.

Die beiden Architekten Anna Maria Indrio und Mads Mølle haben mit ihrer Erweiterung aus Glas und Marmor bewiesen, dass sich alte und neue Gebäudeteile durchaus harmonisch miteinander verbinden lassen. Der ursprüngliche Museums-Bau wurden zwischen 1889 und 1896 nach Plänen von Wilhelm Dahlerup und G.E.W. MØller im Stil der italienischen Renaissance gebaut.

Die Sammlungen von Statens Museum for Kunst gehen zurück auf die private Kunstsammlung des dänischen Königshauses, die 1824 auf Schloss Christiansborg ein erstes Museum fand. Im Zuge politischer Veränderungen und der Abschaffung des Absolutismus im Jahre 1848 gingen die Sammlungen in die Verantwortung und den Besitz des Staates über. Nachdem im Jahre 1884 in Schloss Christiansborg ein verheerender Brand gewütet hatte, benötigte man ein anderes Gebäude für die zahlreichen Kunstschätze, und der Bau eines eigenständigen Museums wurde beschlossen.